Es ist geschafft: Abschluss an der Europäischen Akademie der Arbeit
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Es ist geschafft: Abschluss an der Europäischen Akademie der Arbeit

Sie lesen einen Bericht von Florian Fritzsch über sein 11-monatige Vollzeitstudium an der Europäischen Akademie der Arbeit:

Den Auftakt für die elf Monate dauernde Fortbildung an der Europäischen Akademie der Arbeit (EAdA) machte die Einweihungsfeier des neu errichteten House of Labour an der Eschersheimer Landstraße/Ecke Miquelallee am 1. Oktober des letzten Jahres. Mit dem House of Labour, das sich bewusst in Gegensatz zum im Jahre 2008 eröffneten „House of Finance“ auf dem Campus Westend der Goethe-Universität setzt, haben die Europäische Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt und die Academy of Labour (AoL) ein gemeinsames Dach erhalten. Mit Studiengängen, Lehrgängen, Seminaren und der Forschung leisten beide Einrichtungen einen Beitrag dazu, die Arbeitswelt im Sinne der Beschäftigten zu verbessern. Die neuen Räumlichkeiten sind eine Stätte des sozialen Dialogs und ein Ort des Austausches zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die Bildungsstätte als „Eliteschule für Gewerkschafter“ bezeichnet.

Die Europäische Akademie der Arbeit

Im Jahre 1951 haben das Land Hessen und der Deutsche Gewerkschaftsbund die EAdA als Stiftung errichtetet. Die Stadt Frankfurt unterstützte die Stiftung. Im Jahr 2009 erhielt sie den Namen „Europäische Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main“. Ihre Wurzeln gehen zurück auf die im Jahr 1921 gegründete „Erste deutsche Hochschule für das Volk der Arbeit“. Ziel der Akademie war es von Beginn an, den Studierenden, die überwiegend aus dem Beruf kamen, eine wissenschaftliche Ausbildung mit Schwerpunkten in Sozialpolitik, Wirtschaft und Arbeitsrecht zukommen zu lassen. Diese Ausbildung sollte sie stärken, die demokratischen Mitwirkungsrechte in Staat, Gesellschaft und Unternehmen im Interesse der Arbeitnehmer*innen wahrzunehmen. In der Kaderschmiede wurden unter anderen der ehemalige Bundesarbeitsminister Walter Riester, der ehemalige hessische Arbeitsminister Armin Clauss und der ehemalige IG-Metall-Chef Jürgen Peters geschult.

Als Mitbegründer der „Akademie der Arbeit“ gilt Hugo Sinzheimer, ein deutscher Jude, erster Professor für Arbeitsrecht in Deutschland und Autor bahnbrechender juristischer und politischer Werke. Von Sinzheimer stammt unter anderem das nachfolgende Zitat, das aus einer Rede vom 12. Juni 1919 in Weimar entnommen wurde:

„Es genügt dem Menschen von heute nicht mehr, dass er zum Parlament wählen kann und in Versammlungen Kritik übt. Er will alle Kreise seines Lebens, die sein persönliches Geschick bestimmen, unmittelbar beeinflussen.“

In dieser Tradition sieht sich die EAdA noch heute: Da Begriffe wie Arbeitnehmerrechte und Mitbestimmung in Hörsälen Fremdwörter sind, bedarf es einer arbeitnehmerorientierter Lehre und Forschung, die es den Absolventen ermöglicht, nicht nur den Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit aktiv zu gestalten, sondern auch eine kritische Reflexion gesellschaftspolitischer Realitäten vorzunehmen.

Vor diesem Hintergrund habe ich mich entschieden, mich an der EAdA zu bewerben. Die Zeit an der EAdA war für mich in jeglicher Hinsicht prägend und bedeutsam. Neben dem fachlichen Kanon der Studienschwerpunkte (siehe unten) wurden mir theoretische Grundlagen der Arbeitsbeziehungen und der Interessenvertretung sowie Schlüsselkompetenzen wie wissenschaftliches Arbeiten, Arbeitsmethoden, Managen und Leiten vermittelt. Darüber hinaus hat mir der Austausch mit den Kommiliton*innen viele interessante Aspekte und Meinungen aufgezeigt und meinen Horizont maßgeblich erweitert. Es sind viele neue Freundschaften entstanden, die mich auf meinem weiteren Lebensweg begleiten werden. Die Zeit an der EAdA war herausfordernd und anspruchsvoll, gleichzeitig aber überaus lehrreich und spannend. Ich werde diese Phase meines Lebens und die vielen Begegnungen immer in guter Erinnerung behalten. 

In dieser Tradition sieht sich die EAdA noch heute: Da Begriffe wie Arbeitnehmerrechte und Mitbestimmung in Hörsälen Fremdwörter sind, bedarf es einer arbeitnehmerorientierter Lehre und Forschung, die es den Absolventen ermöglicht, nicht nur den Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit aktiv zu gestalten, sondern auch eine kritische Reflexion gesellschaftspolitischer Realitäten vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund habe ich mich entschieden, mich an der EAdA zu bewerben. Die Zeit an der EAdA war für mich in jeglicher Hinsicht prägend und bedeutsam. Neben dem fachlichen Kanon der Studienschwerpunkte (siehe unten) wurden mir theoretische Grundlagen der Arbeitsbeziehungen und der Interessenvertretung sowie Schlüsselkompetenzen wie wissenschaftliches Arbeiten, Arbeitsmethoden, Managen und Leiten vermittelt. Darüber hinaus hat mir der Austausch mit den Kommiliton*innen viele interessante Aspekte und Meinungen aufgezeigt und meinen Horizont maßgeblich erweitert. Es sind viele neue Freundschaften entstanden, die mich auf meinem weiteren Lebensweg begleiten werden. Die Zeit an der EAdA war herausfordernd und anspruchsvoll, gleichzeitig aber überaus lehrreich und spannend. Ich werde diese Phase meines Lebens und die vielen Begegnungen immer in guter Erinnerung behalten. 

Die fachlichen Studienschwerpunkte an der Europäischen Akademie der Arbeit sind:


Rechtswissenschaft

  • Verfassungsrecht
  • individuelles  Arbeitsrecht
  • kollektives Arbeitsrecht
  • europäisches Arbeitsrecht

Sozialpolitik

  • Sozialstaat
  • Arbeitsmarktpolitik
  • Gesundheitsökonomie
  • Alterssicherung
  • soziale Sicherung

Wirtschaftswissenschaften

  • Volkswirtschaftslehre
  • Betriebswirtschaftslehre

Organisation + Management

  • Strategie in Organisationen
  • Management in Organisationen
  • insbesondere Non-Profit-Organisationen
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