Großenlüder ist ein hervorragender Standort für Gewerbetreibende
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Großenlüder ist ein hervorragender Standort für Gewerbetreibende

Sie lesen ein Statement von Florian Fritzsch über die Ziele für die Gewerbetreibenden in den Bereichen Handel, Handwerk und Dienstleistungen:

Großenlüder und Umgebung haben sich zu einem hervorragenden Standort für die heimische Wirtschaft und die Gewerbetreibenden entwickelt. Als Unterzentrum zwischen Lauterbach und Fulda besitzt Großenlüder als wachsende Gemeinde ein unglaubliches Potenzial. Dabei ist der Dreiklang zwischen Wohnen, Leben und Arbeiten gelungen – Faktoren, die sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. 

In Großenlüder haben sich leistungsstarke und innovative Unternehmen entwickelt und etabliert. Ob Handwerksbetriebe, Handel, Gesundheitsdienste, Land- und Forstwirtschaft oder Dienstleistungsbetriebe, ob alteingesessene Familienbetriebe, behördliche Einrichtungen oder Unternehmen, deren Bedeutung weit über die Grenzen der Region hinaus strahlt – der vielfältige Branchenmix ist Ausdruck der wirtschaftlichen Stärke und der Prosperität. Dabei nehmen die kleinen und mittelständischen Unternehmen eine ganz besondere Rolle ein. Der Mittelstand lässt sich qualitativ dadurch bestimmen, dass sich die Unternehmen durch die Einheit von Eigentum und Leitung erkennen lassen. Für die Zugehörigkeit eines Unternehmens zum Mittelstand ist also nicht dessen Größe ausschlaggebend. Kennzeichnend ist vielmehr, dass der Unternehmer einen maßgeblichen persönlichen Einfluss ausübt, er das unternehmerische Risiko trägt und das Unternehmen seine persönliche Erwerbs- und Existenzgrundlage sichert. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang eine tiefe Verbundenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer mit der Region. Mittelständische Unternehmen erwirtschaften in der Bundesrepublik Deutschland mehr als jeden zweiten Euro (53,5 Prozent der Nettowertschöpfung in 2019), sie sorgen für nahezu 60 Prozent aller Arbeitsplätze und stellen rund 82 Prozent der betrieblichen Ausbildungsplätze bereit. Deshalb ist für mich vollkommen klar: Eine gute Wirtschaftspolitik ist gleichzeitig auch Standort- und Strukturpolitik!

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind eine der wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde Großenlüder. In den letzten Jahren konnte eine stetige Steigerung dieser Einnahmen verzeichnet werden. Mit diesem finanziellen Fundament wird die Gemeinde überhaupt erst in die Lage versetzt, Aufwendungen zu leisten und Investitionen tätigen zu können – Investitionen, die allen Menschen in Großenlüder zugutekommen (z. B. Ausbau der Qualität und der Quantität der Kinderbetreuungsplätze, Bereitstellen von öffentlichen Grünanlagen zur Naherholung, (energetische) Sanierung und Renovierung der Bürgerhäuser u. v. m.). Deshalb gebührt den Gewerbetreibenden großer Respekt. Durch eine verstärkte und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Großenlüder möchte ich den Unternehmerinnen und Unternehmen meine Wertschätzung entgegenbringen. 

Um den Mittelstand mit seiner Funktion als wichtiger „Innovations- und Technologiemotor Deutschlands“ (Quelle: BMWi) zu stärken, trete ich für eine Konstanz bei der Höhe der Gewerbesteuer ein. Die Gemeinde Großenlüder kann seit mehr als zehn Jahren auf einen gleichbleibenden Hebesatz in Höhe von 360 Prozentpunkten blicken. Mit diesem Hebesatz liegen wir unter dem hessischen Durchschnitt. Diesen Standortvorteil werde ich nicht aufs Spiel setzen. Gerade in diesen besonderen Zeiten der Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen würde sich eine zusätzliche Belastung der hiesigen Wirtschaft fatal auswirken. Vielmehr gilt es, jetzt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stärken. Auch die Gemeinde Großenlüder muss mit Investitionen dafür sorgen, dass heimische Firmen und Betriebe Aufträge erhalten. Die finanziellen Grundlagen wurden in den letzten Jahren erwirtschaftet und eröffnen der Gemeinde auch in der momentanen Phase Handlungsspielräume.

Um sowohl einheimischen Firmen und Betrieben Erweiterungsmöglichkeiten zu bieten als auch die Ansiedlung neuer Unternehmungen zu ermöglichen, ist die Ausweisung entsprechender Gewerbegebiete ein stetig zu berücksichtigendes Themenfeld. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird es eine Debatte anlässlich der Ausweisung neuer Gewerbeflächen im Ortsteil Müs geben. Die neuen Flächen müssen den gewünschten Anforderungen entsprechen: Eine verkehrsgünstige Lage ist eine Grundvoraussetzung, gute Erschließungsmöglichkeiten, die Sichtbarkeit der Unternehmen und eine zeitnahe Verfügbarkeit der Flächen müssen gegeben sein. Bei der Ausweisung sind aber auch die Belange der Menschen vor Ort zu berücksichtigen. 

Bereits vor einigen Jahren wurde mit wissenschaftlicher Expertise von Professor Dr. Timo Bertocchi die Umsetzbarkeit eines interkommunalen Gewerbegebiets Fulda West auf Bimbacher Gemarkung untersucht. Aufgrund der landwirtschaftlich genutzten und benötigten Flächen, der prognostizierten hohen Erschließungskosten und der Hindernisse bei der verkehrlichen Erschließung wurde eine vertiefende Untersuchung zurückgestellt. In einem persönlichen Austausch will ich mir die Vor- und Nachteile dieses Projektes von Herrn Bertocchi vorstellen lassen. Die Chancen, die ein solches Premium-Gewerbegebiet in Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda ermöglichen, können ggf. mittelfristig verwirklicht werden.

Generell will ich mich dafür einsetzen, dass in den Gewerbegebieten die Voraussetzungen für ein Glasfasernetz geschaffen werden, um den ansässigen Unternehmen ein modernes Übertragungsmedium zur Datenkommunikation zur Verfügung stellen zu können. In den Bereich der technischen Infrastruktur fällt ebenfalls die Implementierung der 5G-Technologie. Im Vergleich zu LTE-Advanced gibt es bei der 5G-Technik Datenraten bis zu 10 Gbit/s, einen erhöhten Datendurchsatz, eine Echtzeitübertragung und Latenzzeiten von wenigen Millisekunden bis unter eine Millisekunde.

Weiterhin möchte ich den örtlichen Firmen und Betrieben eine digitale Plattform auf der gemeindlichen Homepage einrichten, auf der eine Job- und Ausbildungsplatzbörse angeboten werden könnte. Mit einer regelmäßig stattfindenden Gewerbeschau kann den Gewerbetreibenden die Möglichkeit der Präsentation geschaffen und die Attraktivität des Gewerbestandorts Großenlüder unterstrichen werden. Im Zusammenspiel mit dem Gewerbeverein Großenlüder und den Vereinen kann ein Veranstaltungsformat entwickelt werden, dass überregionalen Zuspruch erfährt.

Das von Bürgermeister Dietrich initiierte Unternehmerforum als Plattform eines gemeinsamen Austausches will ich beibehalten. In einem miteinander geführten Dialog können Entwicklungen aufgezeigt, Wünsche und Ideen ausgetauscht und die Zukunftsfähigkeit Großenlüders gestaltet werden.

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